Februar 17

Backen im Holzrahmen

Zum Backen im Brotbackrahmen sind folgende Dinge zu beachten:

Den Backrahmen vor jedem Backen mit Öl einpinseln. Bei großen Backrahmen und mehreren Broten das Brot seitlich mit Öl einpinseln (an den Rändern, wo es sich mit den anderen Broten berührt), dann lässt es sich nach dem Backen ganz einfach trennen. Das Brot braucht im Backrahmen eine wesentlich längere Backzeit. Je nach Höhe backe ich es bis zu 1,5 Stunden. Den Backrahmen nie mit Wasser sauber machen, einfach mit einer Kunststoffspachtel die Teigreste abkratzen, wenn die Form abgekühlt ist.

Februar 17

Wichtige Utensilien

Backbrett

Ein großes Backbrett als Unterlage zum Kneten, Formen, Schneiden, sofern man das nicht auf dem Küchentisch oder -schrank machen möchte!

Waage

Die wird natürlich unbedingt benötigt, um die Zutaten abwiegen zu können. Ich habe eine Standard-Digital-Waage. Für grammgenaues Abwiegen gibt es auuch noch eine kleine Waage, mit der auch Briefe etc. abgewogen werden können. Habe ich aber nicht.

Backspachtel / Teigspachtel

Backspachteln oder Teigspachteln sind wichtig, um Teig aus der Schüssel zu holen oder den Teig in Teiglinge zu trennen. Außerdem sind sie hilfreich, um den Arbeitsplatz nach dem Backen zu säubern.

Brotbackformen und Töpfe

Es gibt sehr viele verschiedene Formen um Brot darin zu backen. Ich benutze zur Zeit am liebsten meine beiden Römertöpfe. Ausserdem backe gerne kleine Brote, da wir nur ein 2 Personen Haushalt sind. Gerade Vollkornbrote mache ich gerne darin, weil wir davon nicht so viel auf einmal essen. Außerdem habe ich noch diverse Silikon Backformen.

Gärformen / Gärkörbe

Wenn das Brot freigeschoben gebacken werden soll (also ohne Form), wird es in der Regel zuerst zum Gehen in einen Gärkorb gelegt. Hier gibt es zahlreiche unterschiedliche Körbe in verschiedenen Größen aus Holzschliff, Rattan oder Seegras. Nach dem Gehen wird das Brot direkt auf das Backblech gestürzt.

Februar 17

Backtrennmittel selbst erstellen

Da immer viele fragen wie man ein Brot im Holzrahmen gebacken wird und wie es sich auch löst. Hier das passende Rezept dazu:

Zutaten:

100 g Kokosfett, z.B. Palmin
100 g Mehl
100 ml Öl, neutrales, wie z.B. Sonnenblumenöl oder Rapsöl

Zubereitung

Reicht für ca. 20 Anwendungen.

Alle Zutaten auf Zimmertemperatur erwärmen. Im Standmixer oder mit einem Stabmixer so lange vermischen, bis eine geschmeidige Masse entstanden ist. In ein Schraubglas füllen und im Kühlschrank lagern. Hält gekühlt mehrere Monate. Bei Bedarf Backformen damit einfetten. Brote aus Keramikformen, einfachen Aluformen, Gugelhupf und Co. lassen sich im Ganzen und rückstandsfrei nach dem Backen aus der Form nehmen. Darf natürlich in keiner Küche fehlen!

Februar 17

Backmalz selbst erstellen

Sehr viele Bäcker nehmen mittlerweile bestimmte Enzyme, Zusatzstoffe und künstlich erzeugte Backtriebmittel, damit der Teig möglichst viel aufgeht. Man kann daher im Handel solche Teigtriebmittel kaufen. Ein gutes Mittel, damit das Brot und auch Brötchen eine tolle Kruste bekommen, knuspriger werden und die Krume verbessert wird, sind Malzmehle. Es gibt dabei enzymaktive Mehle, die für weizenlastige Brote verwendet werden (bei Roggen würden sie eher das Ergebnis verschlechtern) und das nicht enzymaktive Backmalz für Roggenbrote. Es wird aus Dinkel, Weizen- oder Roggen hergestellt. Das Getreide wird durch Feuchtigkeit zur Keimung gebracht und danach getrocknet und geröstet. Das selbst hergestellt Backmalz ist nicht enzymaktiv. Damit die im Korn durch die Keimung enthaltenen Enzyme aktiv bleiben, dürfte es nur bis zu 50 Grad erhitzt werden, sonst würde es den malzigen Geschmack nicht bekommen. Es dient vor allem zur Färbung, aber auch der Geschmack wird verbessert. Man kann das Malzmehl auch im Fachversand und bei Mühlen kaufen. Aber es ist wirklich leicht herzustellen und viel günstiger, wenn man es selbst machst. Wie man Backmalz ganz einfach selbst herstellen kannst, erkläre ich hier! Man verwendet bei der Zubereitung des Teiges ungefähr 30 g pro 1 kg Mehl bzw. richtet sich nach den Rezepten. Man benötigt lediglich ganze Getreidekörner. Das Getreide muss unbehandelt sein, daher sind am besten immer Bio-Körner, da ist man auf der sicheren Seite. Das Backmalz macht man immer aus Roggen, weil es nur für Mischbrote mit Roggen oder Roggenbrote verwendet wird. Für weizenlastige Brote nimmt man ein gekauftes enzymaktives Bio-Gerstenmalz-Pulver. Das fertige Pulver kann man lange trocken und dunkel, am besten in einer Tupperdose oder einem Schraubglas, aufbewahren.

Herstellung von Roggenmalz
600 g unbehandelte ganze Getreidekörner (Roggen oder Weizen)
1 Schüssel
1 feiner Sieb
Wasser

Zubereitung

Die Getreidekörner, in diesem Fall Roggen, in den Sieb geben, diesen in die Schüssel stellen und soviel Wasser einfüllen, dass die Körner 1-2 cm mit Wasser bedeckt sind. 12 Stunden offen stehen lassen. Wenn man keinen passenden Sieb hat, kann man das Getreide auch einfach in eine Schüssel geben und nach 12 Stunden in einen Sieb schütten. Die Körner im Sieb mit kaltem frischen Wasser gut spülen und wieder mit dem Sieb in die Schüssel geben, jetzt aber nicht mehr mit Wasser auffüllen, sondern trocken stehen lassen. Der Platz sollte nicht in der Sonne sein. Die Körner sehen noch ganz normal aus. Jetzt bleiben die Körner ca. 36-60 Stunden stehen (je nach Getreide und Raumbedingungen) und werden alle 10-12 Stunden mit kaltem Wasser gespült. Wichtig ist, die Körner immer wieder zu kontrollieren, da die Triebe auf keinen Fall grün werden dürfen. Es dürfen sich nur kleine weisse Triebe bilden – und davon möglichst viele. Deckel die ganze Zeit locker drauf legen, so dass noch Licht dran kommt.
Nach ca. 20-30 Stunden zeigen sich die ersten kleinen Spitzen am Ende der Körner.
Nach weiteren 10-12 Stunden beginnen die Triebe zu wachsen.
Weitere 10 Stunden später haben sich die Triebe stark vermehrt und verzweigen sich immer mehr. Jetzt sind sie fast fertig, noch einige Stunden stehen lassen. Die Getreidekörner auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech verteilen (bei der o.g. Menge 2 Backbleche nehmen) und 60 Minuten bei 70° Umluft trocknen. Die Backofentür einen Spalt offen lassen, am besten einen Holzkochlöffel dazwischen klemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Danach bei 170 Grad Ober- und Unterhitze ca. 40 Min. rösten. Die Körner sollten leicht malzig schmecken, einfach mal probieren. Ist das noch nicht der Fall, weitere 10 Min. rösten. Abkühlen lassen und nochmal prüfen, dass sie wirklich ganz trocken sind. Die Körner fein mahlen (geht am besten mit einem normalen Mixer, eine weitere Möglichkeit ist eine Getreidemühle oder eine Kaffeemühle). Dann in kleine Dosen füllen und das Backmalz in einer Schublade aufbewahren. So hält es dann noch einige Monate.

Februar 13

Weitere Backzutaten

• Frische Hefe und für den Notfall ein paar Päckchen Trockenhefe, falls die frische mal ausgeht
• Backsalz (spezielles grobkörniges Salz zum Backen – normales Salz oder Meersalz verbrennt beim Backen, z. Bsp. für Laugengebäck)
• Laugenperlen oder ersatzweise Natron für Laugengebäck
• Brotgewürz
• Backmalz enzymaktiv und nicht enzymaktiv
• Sauerteige
• Honig, Zuckerrübensirup, Ahornsirup
• Salz

Februar 13

Körner und Flocken

• Leinsamen ganz oder geschrotet
• Sonnenblumenkerne
• Kürbiskerne
• Haferflocken feine und grobe
• verschiedene andere Getreidekörner und -flocken (gibt es von ganz vielen Getreidesorten)
• Mohn
• Sesam
• Kartoffelflocken (für Kartoffelpüree)
• Weizenkleie, Dinkelkleie, Haferkleie
• Nüsse (Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln, Cashewkerne etc.)

Februar 13

Weitere Getreide und Mehlsorten

Amaranth

Amaranth wächst vor allem in Südamerika. Es handelt sich dabei eigentlich nicht um eine Getreidesorte. Das Mehl besitzt keinen Kleberanteil, muss also zum Brotbacken mit anderen Mehlsorten gemischt werden. Ich nehme nicht mehr als 10 % der Gesamtmehlmenge. Es gibt auch Amaranthpops, die wie Saaten zum Brotbacken genommen werden können.

Buchweizen

Buchweizen ist ebenfalls kein Getreide, sondern gehört zu den Knöterich-Pflanzen. Er enthält viel Eiweiß und Mineralstoffe, jedoch kein Gluten und kann daher nur in geringer Menge mit anderen Mehlen gemischt werden, um ihn für Brotteige zu verwenden. Brote mit Buchweizen bekommen eine nussige Note. Buchweizen gibt es als ganzen Korn oder als Mehl zu kaufen.

Einkorn

Einkorn ist eine der ältesten Getreidesorten und gehört zu den Urgetreidesorten. Es stammt ursprünglich von wildem Weizen. Es gilt als gesünder als Weizenmehl, enthält mehr Aminosäuren und Mineralstoffe. Einkorn bekommt man als Vollkornmehl und ganzes Getreide.

Emmer

Emmer ist mit dem Hartweizen verwandt. Es hat einen hohen Mineral- und Eiweißgehalt. Es enthält jedoch nicht so viel Gluten und sollte daher bei Brotteigen mit anderen Mehlsorten gemischt werden. Brot erhält durch Emmermehl einen kräftigen und nussigen Geschmack. Emmer bekommt man als helles Emmermehl und Emmervollkornmehl und als ganzes Getreide.

Gelbweizen

Gelbweizen ist eine alte Weizensorte, die tatsächlich durch die Inhaltsstoffe (unter anderem Carotinoide) eine Gelbfärbung bekommt. Daher wird das Mehl gerne für Nudelteige oder süßes Hefegebäck verwendet, kann aber auch wunderbar zum Brot- und Brötchenbacken genommen werden. Das Gebäck bekommt dadurch eine leicht nussigen Geschmack. Ich habe Gelbweizen bisher nur gemahlen gesehen.

Gerste

Gerste ist das älteste Getreide. Zum Brotbacken kann man kleine Menge beimengen, alleine mit Gerste Brot backen kann man nicht, da es zu wenig Gluten enthält. Gerste gibt es als ganzes Korn.

Hafer

Hafer ist ein sehr gesunden Getreide mit viel Protein und einem hohen Ölgehalt. Es eignet sich nur in kleinen Mengen mit anderen Mehlen gemischt zum Brotbacken , da es weniger Kleber besitzt und bei zu großen Mengen bitter wird. Es gibt Hafermehl aus dem ganzen Getreide und Hafermehl, das aus Haferflocken gemahlen wird oder eben das ganze Korn.

Hartweizen

Hartweizenmehl wird aus besonderem Weizen mit hohem Glutengehalt hergestellt. Aus Hartweizen werden vor allem Nudelteige, Couscous und Bulgur hergestellt. In Italien wird Hartweizenmehl sehr oft in Brotteigen mit verbacken. Dort wird auch am meisten Hartweizen, auch Durum genannt, angebaut. Hartweizen gibt es als Grieß und als Mehl.

Hirse

Hirse ist ein sehr gesundes Getreide mit viel Mineralstoffen und Vitaminen. Es kann ebenfalls nur in geringen Mengen mit anderen Mehlsorten gemischt zum Brot backen genutzt werden, da es keinen Kleber enthält. Hirse gibt es vor allem als ganzes Getreide.

Kamut

Kamut ist eine Urform des Weizens. Es enthält jedoch mehr Vitamine und Mineralstoffe als Weizen und hat sehr gute Klebereigenschaften. Kamut gibt es hauptsächlich als ganzes Getreide zu kaufen, mittlerweile aber auch immer öfter als Typ 550.

Kartoffelmehl

Kartoffelmehl ist die Stärke, die aus Kartoffeln hergestellt wird. Kartoffelmehl enthält ebenfalls keinen Kleber und sollte daher immer mit anderen Mehlsorten gemischt werden.

Kastanienmehl

Maronenmehl bzw. Kastanienmehl ist ebenfalls kein Getreide, sondern wird aus getrockneten Kastanien gemacht. Da es auch kein Gluten enthält und außerdem süßlich schmeckt, kann es nur in kleinen Mengen beigemischt werden.

Kichererbsenmehl

Kichererbsenmehl sind zerkleinerte und gemahlene Kichererbsen. Es enthält viele Proteine, aber ebenfalls keinen Kleber und sollte auch nur mit anderen glutenhaltigen Mehlsorten gemischt werden.

Lichtkornroggen

Lichtkornroggen ist eine vor einigen Jahren neu gezüchtete Roggensorte. Lichtkornroggen kann wie normales Roggenmehl verwendet werden, ist etwas heller und milder im Geschmack, als normaler Roggen. Lichtkornroggen gibt es hauptsächlich als ganzes Getreide zu kaufen.

Maismehl

Maismehl hat ebenfalls keinen Kleber und kann daher auch nur in geringer Menge anderem Mehl beigemischt werden. Es gibt auch Maisgrieß zu kaufen.

Manitobamehl

Manitobamehl wird in Italien produziert. Es handelt sich dabei um eine Art Edelweizen. Der Klebergehalt ist im Vergleich zu normalem Weizen viel höher. Daher entwickelt Teig mit Manitobamehl ein starkes, dehnbares Gerüst und gibt dem Teig beim Backen viel Volumen. Es ist daher ideal für Teige mit wenig Hefe! Manitobamehl bekommt man in italienischen Supermärkten.

Maniokmehl

Die Maniokpflanze stammt aus Südamerika. Das Mehl wird aus der Wurzel hergestellt, enthält auch kein Gluten und sollte mit anderen Mehlsorten gemischt werden.

Purpurweizen

Purpurweizen hat eine rötliche Färbung (auch das Mehl beim frisch gemahlenen Korn), einen höheren Gehalt an Anthocyanen, Carotinoiden, Lysin und Proteinen. Der Geschmack ist deftig, nussig. Von daher super geeignet für Brote und Brötchen. Purpurweizen gibt es vorallem als ganzes Getreide.

Quinoa

Quinoa gehört eigentlich nicht zu den Getreidensorten. Es wird in südamerikanischen Ländern angebaut und dort vor allem als Beilage oder in Suppen gegessen. Das Mehl enthält kein Kleber-Eiweiß und sollte daher nur in geringen Mengen verwendet werden. Wie beim Amaranth gibt es auch Quinoapops, die sich gut, wie Saaten, für Brotteige eignen.

Rotkornweizen

Rotkornweizen ist eine ganz alte Weizensorte, die ebenfalls zum Brot backen geeignet ist und auch wesentlich gesünder ist, als normaler Weizen. Brote bekommen dadurch einen kräftigeren und nussigen Geschmack und bleiben länger frisch. Rotkornweizen gibt es hauptsächlich als ganzes Getreide (im Foto rechts Rotkornweizen, links normaler Weizen).

Ruchmehl

Ruchmehl kommt ursprünglich aus der Schweiz. Es enthält mehr äußere Schalenanteile als die gängigen Mehlsorten. Ruchmehl kann auch Weizen oder Dinkel hergestellt werden. Es hat durch den höheren Schalenanteil mehr Mineralstoffe, Vitamine und Eiweiß und ist daher gesünder, als ganz helles Mehl. Es hat außerdem einen ausgeprägteren Geschmack. Ruchmehl wird besonders für Brot- und Brötchenteige verwendet. Es würde bei deutschem Mehl einem Typ 1100 entsprechen.
Ruchmehl ist ein aus Weizen oder Dinkel produziertes Mehl.
Weissmehl wird vorwiegend aus dem inneren Teil des Getreidekornes hergestellt. Das Ruchmehl wird jedoch nach dem Entzug von Weissmehl gewonnen und enthält daher einen Teil der äusseren Schalenschicht. Es enthält mehr Eiweiss, Mineralstoffe und Vitamine aus der Randschicht des Korns. Ruchmehl ist deshalb in seinem biologischen Nährwert dem Weiss- und Halbweissmehl überlegen. Es verfügt über einen ausgeprägteren Geschmack als Weissmehl und eignet sich für dunkle Backwaren (in der Schweiz übliches sauerteigfreies dunkles Brot, Magenbrot etc.).
Der Begriff „Ruchmehl“ wird überwiegend in der Schweiz und im alemannischen Sprachraum verwendet. Eine Definition von Ruchmehl ist Bestandteil eidgenössischer Gesetzesvorschriften, und zwar im Zusammenhang mit dem folgenden Begriffssystem:[1]

Weissmehl: vorwiegend aus dem inneren Teil des Getreidekornes gewonnenes Mehl
Halbweissmehl: nahezu schalenfreies Mehl
Ruchmehl: Mehl, das noch einen Teil der äusseren Schalenschichten enthält
Vollkornmehl: aus dem ganzen Getreidekorn gewonnenes Mehl, mit oder ohne äusserste Schalenteile (mindestens 98 Massenprozent des gesamten Getreidekorns)
Ruchmehl entspricht in etwa dem Ausmahlungsgrad der deutschen Type 1050 oder der österreichischen Type W 1600.

Schwarzroggenmehl

Schwarzroggenmehl ist ein dunkles Roggenmehl, in Österreich mit Typ 2500 gekennzeichnet. Es enthält besonders viel Schalenanteile und eignet sich daher sehr gut für Roggenbrote. Alleine kann es jedoch nicht verbacken werden, es nimmt beim Kneten so viel Wasser auf, dass es durch das Backen total klitschig und fest wird. Bäcker empfehlen, höchsten 10-15 % der Mehlmenge zu nehmen. Der Teig nimmt dadurch mehr Wasser auf und hat nach dem Backen mehr Feuchtigkeit und wird dunkler. Der Teig braucht also wesentlich mehr Flüssigkeit, als ohne Schwarzroggenmehl! Schwarzroggenmehl ist keine eigene Getreidesorte, es wird nur ein einem speziellen Mahlverfahren hergestellt. Daher kann es nur als Mehl gekauft werden.

Zopfmehl

Zopfmehl ist mit Dinkel (Spelzweizen) angereichertes Weissmehl. Dinkel weist einen höheren Anteil an elastischem Klebereiweiss auf als Weizen. Teige aus Zopfmehl ziehen sich deshalb weniger zusammen und lassen sich leichter formen bzw. flechten.

T45

Sehr feines französisches Weizenmehl, dass vor allem für Feingebäck wie Brioche und Hefekuchen verwendet wird.

T55

Französisches Weizenmehl, dass für Brötchen und helle Brote verwendet wird.

T65

T 65 ist französisches Weizenmehl, dass vorallem für Baguette verwendet wird. Das besondere an französichen Weizenmehlsorten ist, dass verschiedene Weizensorten vermahlen und gemischt werden.

T80

T 80 ist ebenfalls ein französisches Weizenmehl, das mehr Schalenanteile enthält und auf Stein gemahlen wird. Dadurch nimmt das Mehl mehr Wasser auf, als die bei uns gängigen Mehlsorten.

T110

T110 ist ein dunkleres Mehl, dass für dunkle Brote und Mischbrote genommen wird.

T150

T150 wird für dunkle Mischbrote genommen. Es entspricht in etwas dem 1600er Weizenmehl in Österreich.

Tipo 0

Tipo 0 ist ein italienisches Weizenmehl, das mehr Wasser bindet, als deutsche Weizenmehle. Es ist besonders für italienische Brote wie Ciabatta oder Focaccia geeignet. In Italien wird es außerdem für Panettone verwendet.

Tipo 00

Tipo 00 ist ebenfalls ein italienisches Weizenmehl, das besonders für Pizza geeignet ist. Es enthält besonders viel Gluten, also Kleber und bildet daher ein gutes Teiggerüst. Es wird außerdem feiner gemahlen, als das deutsch 405er Mehl und nimmt mehr Wasser auf.

Waldstaudenroggen

Waldstaudenroggen ist eine alte Getreidesorte, die einen wesentlich höheren Ballaststoffgehalt hat, als normaler Roggen. Durch den Zusatz von Waldstaudenroggen bekommt Roggenbrot einen aromatischeren Geschmack. Waldstaudenroggen gibt es hauptsächlich als ganzes Getreide.